News- Zähne und Ernährung
Karies ist eine weit verbreitete Zivilisationskrankheit, die nicht zuletzt ernährungsbedingt ist.
Direkt wenn die Zähne im Kleinkinderalter in die Mundhöhle durchbrechen, wird die Zahnsubstanz dem Angriff ausgesetzt. Dabei bergen die Kohlenhydrate (Zucker, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte) die größte Gefahr für den Zahnschmelz - Fette und Eiweiße hingegen sind für den Zahnschmelz unschädlich.
Neben einem enormen Zuckerkonsum in Reinform, (im Durchschnitt mehr als 30 Kilo pro Jahr!) werden zunehmend "versteckte" Zucker konsumiert, die beispielsweise in Lebensmittlern wie Ketchup oder vielen Getränken enthalten sind.
Zucker schädigt die Zähne nicht direkt, sondern wird von im Mund ansässigen Bakterien verstoffwechselt und so zu Säure abgebaut.
Zuckerhaltige Nahrungsmittel lassen den PH-Wert im Mund, der normalerweise Werte zwischen 6 und 7 annimmt, stark abfallen. Dadurch können Mineralien aus dem Zahnschmelz gelöst werden. Der Speichel neutralisiert dann langsam den pH-Wert wieder und der Zahnschmelz kann sich regenerieren.
Wer jedoch immer wieder über den Tag verteilt Süßes zu sich nimmt, der setzt seine Zähne einem wiederkehrenden Säureangriff aus. Zahnschonender ist es, nicht allzu häufig zwischendurch zu naschen sondern die Süßigkeiten im Anschluss an die Hauptmahlzeiten zu verzehren und danach die Zähne zu putzen.
Denn die Reinigung der Zähne führt zu einer rascheren Neutralisierung des pH-Wertes im Mundraum.
Wer gezielt auf seine Ernährung achtet , der kann zwar das Zähneputzen nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen-
So gelten "klebrige" Speisen (z.B. Kaubonbons, Bonbons, süße Kekse) als besonders zahngefährdende Speisen, da sie über längere Zeit in der Mundhöhle verbleiben.
Auch Säuren, die in Essig enthalten sind, können die Zähne schädigen. Daher sollten sie nach dem Verzehr essighaltiger Nahrungsmitteln den Mund gründlich mit Wasser spülen.
Ernährungstipps für gesunde Zähne:
- Putzen Sie Ihre Zähne regelmäßig nach jeder Hauptmahlzeit
- Zuckerfreie Kaugummis regen die Speichelproduktion an und neutralisieren die Säuren schneller
- Fluor härtet den Zahnschmelz und kann über die Nahrung aufgenommen werden ( fluoridhaltiges Speisesalz oder Mineralwasser, Hülsenfrüchte, Fisch oder schwarzer und grüner Tee)
- nach dem Verzehr von säurehaltigem Obst mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde warten
